Das Therapieangebot in der Praxis Arnika

Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne das Therapieangebot meiner Praxis näher bringen und Ihnen verschiedene Methoden vorstellen. Alle hier beschriebenen Therapieformen erfordern eine teils jahrelange Ausbildung. Ihre gelungene Anwendung bedarf zusätzlich viel Erfahrung. Mein Wissen anzuwenden und weiterzugeben ist meine Leidenschaft.

Fragen Sie mich jederzeit nach weiteren Details - ich freue mich Ihnen die Alternativmedizin erklären zu dürfen und mich mit Ihnen auszutasuchen.

Reflexzonen­therapie

nach Hanne Marquardt

“Wenn ihm die Füße weh tun, ist die Seele des Menschen in Gefahr”

Es gibt am menschlichen Körper mehrere Bereiche, die als Mikrosystem das Makrosystem “Gesamtkörper Mensch” widerspiegeln, weithin bekannt hierfür sind das Ohr, die Hände und die Füße.

Das Wort “Reflex” meint in diesem Zusammenhang nicht den nervalen Reflex, sondern “widerspiegeln, reflektieren”. Bei kranken Menschen zeigen sich in den, dem erkrankten Areal zugeordneten Zonen am Fuß Schmerzempfindungen, die ein gesunder Mensch in denselben Zonen nicht empfindet. Akute und chronische Schmerzzustände, funktionelle Erkrankungen des Bewegungsapparates, der inneren Organe, des motorischen und vegetativen Nervensystems, des Immun- und Hormonsystems und emotionale Störungen können durch die RZF (Reflexzonentherapie am Fuß) gelindert oder sogar ausgeheilt werden. Dies hängt u.a. vor allem von den regenerativen Möglichkeiten des Patienten ab. Auch bei Menschen, die sich verbal nicht äußern können wie Säuglinge, Koma-Patienten, Schwerst- und Mehrfachbehinderten können die Grundfunktionen positiv beeinflusst werden. So z.B. die Darm- und Nierenfunktion, die Atmung, die Herz-Kreislauftätigkeit, Stabilisierung von Unruhezuständen. Dies kann unmittelbar über Puls- EKG- Sauerstoffmessung etc. belegt werden.

Die RZF (Reflexzonentherapie am Fuß) gehört zu den Ordnungs- und Regulationstherapien und unterstützt die Selbstheilungskräfte des Menschen. Sie wirkt sowohl in der stofflichen, wie auch in nicht-stofflicher Ebene.

Indikationen für die RZF sind u.a.:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Migräne / Kopfschmerzen
  • Allergien / Heuschnupfen etc.
  • chronische / akute Erkältungskrankheiten / Stirn-Nebenhöhlenvereiterungen
  • Haltungsschäden, Zervikal- oder Lumbalsyndrom, muskuläre Verspannungen / Schleudertrauma
  • Verdauungsbeschwerden: Reizdarm / Meteorismus / Lebererkrankungen / Verstopfung / chron. Durchfallerkrankungen / Oberbauchsyndrom
  • Kinderwunsch
  • Refluxerkrankung
  • Frakturschmerzen
  • Tinnitus
  • Hypertonie
  • Narbenbehandlung

TCM - die traditionelle chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin besteht aus fünf Therapiesäulen:

  • Akupunktur und Moxibustion
  • Tuina
  • Pharmakotherapie
  • Qi Gong
  • Diäthetik

Diese naturheilkundliche Therapieform ist nachgewiesen seit über 4000 Jahren erfolgreich in der Behandlung verschiedenster Erkrankungen.

Akupunktur / Moxibustion

Akupunktur / Moxibustion ist eine klassische, naturheilkundliche Reiztherapie, die das vegetative Nervensystem, das Immunsystem , sowie das Allgemeinbefinden beeinflusst und die Selbstregulationskräfte des Körpers in Gang setzt. Zerstörte Strukturen können damit nicht geheilt werden, aber selbst hier kann sie im Sinne einer ganzheitlichen Therapie psychovegetativ unterstützen und Schmerzen lindern.

Die Moxibustion ist eine gezielte Wärmeanwendung an Akupunkturpunkten, wobei Beifußkraut verwendet wird. So kann gezielt über die Nadel Wärme nach innen geleitet werden. Man nennt dies “die heiße Nadel”. Der Patient verspürt höchstens eine angenehme Wärme. Moxibustion kann auch ohne Nadel, nur mit der sog. Moxazigarre oder dem Moxakegel angewendet werden.

Allgemeine Anwendungsbereiche

Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schmerzen, Traumen - akute und chronische Weichteilverletzungen, Frakturen, Gelenksdegeneration, Fehlstellungen des passiven Bewegungsapparates, Krankheitsbilder der Inneren Medizin, HNO und Gynäkologie, Präventivmedizinische Anwendung und Kindertuina.

Dazu können Sie sich, je nach Wunsch in einem Moorwärmewickel erholen, die Wärme wirkt wohltuend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd.

Cranio­sacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine manuelle Therapie, die korrigierende Arbeit auf der körperlichen, der energetischen und der emotionalen Ebene leistet.

Zwischen dem Schädel (lat. cranium) und dem Kreuzbein (lat. sacrum) umspült die Gehirnflüssigkeit, der Liquor, das Gehirn und das Rückenmark mit den Hirnhäuten. Die Therapie hat den Fokus auf der Beeinflussung der rhythmischen Bewegung dieser Flüssigkeit, die (vermutlich) durch Bildung und Abfluß zustande kommt.

Auf sanfte Weise wird über die Schädelknochen auf die Hirnhäute, das Binde- und Muskelgewebe und das Nervensystem Einfluß genommen.

Die craniosacrale Therapie, die ihren Ursprung in der Osteopathie hat, geht auf John E. Upledger zurück. Er entwickelte sie zu einer eigenständigen Therapieform.

Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde entdeckt, dass die Schädelknochen im Gegensatz zur bisherigen Annahme durchaus gegeneinander beweglich sind. Erzeugt wird diese Bewegung durch die Bewegungen der Gehirnflüssigkeit.

Der ganze Körper bewegt sich in sanften, rhythmischen Wellen.

Durch Verletzungen, Erkrankungen oder Energieblockaden (z.B. auf Grund von Narben o.ä., aber auch durch starke Emotionen wie Wut oder Kränkungen) kann es zu Abweichungen der natürlichen Bewegung kommen. Dies äußert sich dann in Verkürzungen, Blockaden, Funktionsstörungen, Spannungen etc. Mit speziellen Handgriffen werden vom Therapeuten korrigierende Impulse gesetzt wie zum Beispiel leichter Druck oder Zug an Knochen, Membranen und Faszien. Dem Körper wird so geholfen, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren, sich selbst wieder zu ordnen und der Patient wird unterstützt bei der Auflösung von emotionalen und mental einschränkenden Mustern.

Das Körperbewusstsein wird gefördert, es erfolgt eine tiefe Regeneration des Organismus, des Geistes, der Seele, die Vitalfunktionen und das Immunsystems werden gestärkt.

Indikationen für craniosacrale Therapie sind:

  • Schmerzen, ganz allgemein
  • speziell Kopf- Nacken- Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • depressive Verstimmung
  • Streßsymptomatik
  • Zyklusbeschwerden
  • u.v.m

Tuina und Gua Sha

Tuina ist die manuelle Säule der TCM. Sie beinhaltet Massage, Mobilisation, Reposition, Akupressur, Punkt- und Leitbahntherapie, Kinderbehandlung und Innere Medizin im Sinne einer chinesischen Diagnostik.

Ein Teilaspekt der manuellen ostasiatischen Therapie ist Gua Sha. Hiermit wird eine Stärkung des Immunsystems bewirkt, die Blutneubildung gefördert, Blockaden gelöst, Qi und Blut bewegt, schmerzhafte Areale besser durchblutet, tonisiert und harmonisiert. Die Faszien werden wieder durchlässig, Entzündungen (die bis zu Ulcerationen etc. führen können) klingen ab, der Zellstoffwechsel wird angeregt und so können Toxine abtransportiert werden.

Bewegungs­therapie

nach Liebscher und Bracht

Durch unseren heutigen Lebensstandard können wir uns sehr viele mühsamen und anstrengenden Bewegungabläufe ersparen - wer muß heute schon auf einen Baum klettern um sich Nüsse zu holen, die Nahrung ist bequemerweise häufig (in Klarsichtfolie eingepackt) im Kühlschrank oder muß noch im Supermarkt eingekauft werden! Dennoch ist unser Körper immer noch wie zu Zeiten unserer Steinzeitvorfahren gebaut, zumindest im Wesentlichen! Und auch seine Bedürfnisse entsprechen den damaligen Anforderungen.

Die Einsparung im Bewegungs-MUß bewirkt aber leider auch eine “Einsparung” in der Knorpelernährung, unsere Gelenk verhungern regelrecht. Was im Körper nicht gebraucht wird und belastet wird, “spart” er ein. In unserem Fall die Muskeln und den Gelenkknorpel. Auch die für die Zellernährung so wesentliche Dehnfähigkeit der jede Zelle umgebenden Faszie wird durch einseitige oder zu geringe Bewegung stark eingeschränkt. Dies führt zu immer größerer Unbeweglichkeit, zu Schmerzen und damit einhergehend auch zum Verlust an Lebensqualität.

In der Bewegungstherapie dehnen und kräftigen wir die Faszie, all die Muskeln, die uns von der Natur eigentlich mitgegeben wurden und die wir kaum oder gar nicht mehr benützen. Wichtig sind sie allemal.

Die kräftigeren, aber auch dehnbareren Muskeln und die in alle Richtungen dehnfähige Faszie bringen auch eine deutlich verbesserte Koordinationsfähigkeit mit sich, eine sicherere Balance und eine klare Körperwahrnehmung. Die Gefahr eines Sturzes verringert sich stark, die Atmung wird tiefer, der Kreislauf verbesssert sich, die Gefäße und die umgebenden Gewebe straffen sich.

Es entsteht eine körperliche aber auch eine deutlich vergrößerte geistige Beweglichkeit, eine Entspannung der Seele und wir entdecken wieder mehr Lebensfreude und Vitalität

Schmerz­therapie

nach Liebscher und Bracht

Muskuläre Fehlspannungen bewirken heftigste Schmerzen im ganzen Bewegungsapparat. Auch Schmerzen durch strukturelle Schädigungen wie bei Bandscheibenvorfällen, Arthrosen, Entzündungen, Nervenreizungen rühren größtenteils von Fehlspannungen des umgebenden Muskel- und Bindegewebes her. Durch jahrelange Fehlbelastungen bei einseitigen Bewegungsabläufen oder fehlender Bewegung kommt es zu massiven Muskelverkürzungen, bindegewebigen Verklebungen, so dass zuletzt eine Art Panzer resultiert. Bewegungen werden schwerer, deshalb bewegt man weniger und dies führt zu einem verminderten Stoffwechsel im Gelenk, denn unsere Gelenke werden nur in der Bewegung ernährt. Jetzt setzt ein Teufelskreis ein und daraus resultieren letztendlich Gelenkschädigung, die im Röntgenbild sichtbar sind.

Erkrankungen wie Arthrose, Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Meniskusrisse , Tennisellenbogen, Kalkschulter, Impingement, Karpaltunnelsyndrom und Migräne sind Folgen von Muskelverkürzungen. Dabei verursacht die Schädigung erstaunlich wenig Schmerz, aber die umgebende Muskulatur um so mehr. Dies ist als Warnschmerz (“Alarmschmerz”) zu verstehen, um uns vor drohender oder weiterer Schädigung zu warnen.

Die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht (LNB) arbeitet mit dem Druck des Fingers am knöchernen Muskelansatz. Über einen Reflexbogen im Gehirn kommt es zu schneller muskulärer Entspannung - innerhalb von max. 2min. Die dadurch erreichte Gelenkentlastung führt meist schon in der ersten Therapiestunde zu deutlicher Schmerzreduktion und der Klient ist in der Lage mit Hilfe der Engpassdehnungen die Muskeln effektiv zu dehnen und so den erreichten Schmerzfreiheitsgrad zu behalten und noch weiter zu verbessern.

Wenn Sie ihre Eigenübungen, die wir zusammen erarbeiten zuhause konsequent und diszipliniert durchführen, erlangen Sie ein lange nicht mehr gekanntes Maß an Beweglichkeit.